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Ferrari Challenge Stradale - model information

Einleitung

Mit dem Challenge Stradale kehrt Ferrari zur Wesentlichkeit eines reinen Rennsportwagens für den Straßeneinsatz zurück. All das, welches unwesentlich für die Funktionalität der Leistung und der Sicherheit ist wurde bis aufs essenzielle reduziert oder sogar ganz weggelassen. Dabei setzte man an der Aerodynamik an, mit dem Ziel die Downforce zu steigern und arbeitet schließlich an Getriebe, Setup und Bremsen, wobei die Karbon-Keramik-Bremsen mit diesem Wagen eingeführt wurden. Damit erhält man einen sehr leichten, spritzigen und wettkampffähigen Rennsportwagen mit optimalen Fahreigenschaften.

Design

Ausgangpunkt für den Challenge Stradale war die Ferrari Challenge Version des außergewöhnlichen 360 Modena. Der 360 Modena mit längs montiertem Triebwerk und an der Wagenfront sitzenden Kühlern, ist ein Exemplar für einen effizienten Sportrennwagen, Leistung und Luxus. Ferrari arbeitete mit Pininfarina daran diesen gut ausbalancierten Wagen in den Bereichen Aerodynamik und Gewicht zu verbessern, um eines der wünschenswertesten V8 Sportrennwagen-Coupes zu schaffen.


Es wurde von der effizienten Aerodynamik, welche mit einem sensationellen Abtriebswert eine erhöhte Geschwindigkeit in Kurven ermöglicht - an den Erhalt  einer höheren Höchstgeschwindigkeit wurde dabei weniger gedacht -, über die komplette Konfiguration des Wagens mit Motor, Radaufhängung und Bremsen bis hin zum Erhalt eines der wichtigsten Dinge für jeden Rennsportwagen, nämlich ein leichtes Gewicht, an alles gedacht. Die extreme Reduzierung des Gesamtgewichts des Wagens ist in der Tat eines der signifikantesten Ergebnisse des Projekts „Challenge Stradale": das leichte Gewicht wurde durch die Verwendung von Aluminium bei Chassis, Karosserie und weiteren Komponenten ermöglicht.


Der vollständig aus Aluminium gefertigte 360 Modena war bereits ein extrem leichter und steifer Wagen. Etliche nicht definitiv für Performance und Dynamik notwendige Details wurden eliminiert und es kam großzügig Kohlefaser zum Einsatz, womit das Gewicht des Challenge Stradale erheblich reduziert werden konnte. Das aerodynamische Konzept des Challenge Stradale stammt direkt vom 360 Modena ab und nutzt die Möglichkeiten des verwindungsfesteren und flacheren Chassis, um mit weiteren spezifischen Lösungen, im Gegensatz zum 360 Modena, den Abtrieb um 50% zu steigern. Die Ergebnisse können sich sehen lassen: bei einer Geschwindigkeit von 200 km/h erzeugt der Wagenkörper einen Abtrieb von ca. 40 Kg. Um einen solchen Abtrieb zu erhalten wäre normalerweise ein Flügel mit einer Sehne von 15 cm und 1,8 m Spannweite nötig. Die gesamten Veränderungen am Chassis ermöglichten trotz der Zunahme des Abtriebs den Erhalt eines günstigen Luftwiderstandswert von 0,335 wie beim 360 Modena. Im vorderen Bereich wurde der Frontspoiler unter den Lufteinlässen verlängert, um dadurch den vorderen Abtrieb zu erhöhen , ohne die durchströmende Luft nach hinten zu beeinflussen. Das Heck wurde unter Verwendung von Längsspoilern erhöht, um das Gewicht auszugleichen. Veränderung des Nolders am Heck, um noch mehr Effizienz zu erhalten. Widerstand und Änderunge der Türschweller am Stradale wurden ebenfalls vorgenommen. Die neue Form des Rumpfes steigerte signifikant die Effizienz und den Ausgleich des Wagens. Die Kombination der Veränderungen ermöglichten die Beibehaltung der Verwindungsfestigkeit wie beim 360 Modena.


Gewichtsreduzierung war das oberste Ziel beim Challenge Stradale Projekt und man konnte, im Vergleich zum 360 Modena, 110 Kilogramm einsparen. Es wurde an drei Bereichen gearbeitet, welche dann aneinander angepasst wurden: Materialverwendung, Bautechnik und Projektoptimierung.  Für die Realisierung des Challenge Stradale wurde wie schon beim 360 Modena Aluminium für das Chassis und die Karosserie (Space Frame mit Alu-Gussteilen) verwendet. Kohlenstoff, ein Material, welches aus der Formel 1 stammt und für die Ferrari  Straßenwagen in limitierter Serienherstellung verwendet wird, wurde zum ersten Mal auch bei einem Achtzylinder eingesetzt. Die Verwendung dieses Materials im Challenge Stradale findet sich sowohl bei Strukturelementen wie Türplatten, Renn-Schalensitze und Schutzkappen wieder, als auch bei internen und äußeren Verzierungselementen. Neuentwicklungen wurden exklusiv für den Challenge Stradale genutzt: Titan, welches schon für die Pleuel verwendet wurde findet ebenfalls bei der Radaufhängung und für die Federn der Stoßdämpfer Gebrauch. Luxusausstattung war für den Stradale nicht vorgesehen, da etliche Details ein höheres Gewicht mit sich ziehen.


Sämtliche Ausstattungsteile des 360 Modena, die nicht direkt mit der Leistung und der Dynamik des Wagens zu tun hatten, wurden verbannt. Der Challenge Stradale weist folgende Gewichtseinsparungen auf: -4% bei Motor und Getriebe, -11 Kg, -4 % auf das Gesamtgewicht. Ungefederte Massen, -5 Kg, -3% auf das Gesamtgewicht , Karosserie, -94 Kg, -12% auf das Gesamtgewicht. Eine Reduzierung des Gesamtgewichts eines Wagens bedeutet die Reduzierung der Trägheit. Das bedeutet für den Challenge Stradale in Verbindung mit der Steigerung der maximalen Leistung des V8 Motors eine bedeutende Steigerung der Leistung insgesamt, besonders bei der Beschleunigung. Der Challenge Stradale beschleunigt von 0 auf 100 km/h in 4,1 Sekunden und sprintet 400 m aus dem Stand in 12,1 Sekunden.

Technische Eigenschaften

Der V8-Motor im, für Ferrari klassischen 90° Mittelmotorkonzept, stammte aus dem 360 Modena und arbeitet einem längs angeordneten Sechsganggetriebe zu. Die maximale Leistung des V8 wurde auf 425 PS bei 8500 U/min gesteigert, das sind 118,5 PS pro Liter Hubraum, was ihn zum leistungsfähigsten V8 Saugmotor, der je von Ferrari realisiert wurde, machte.Unverändert bleibt das maximale Drehmoment von 373 Nm bei 4750 U/min.


In Bezug auf die Mechanik des V8 des Challenge Stradale wurden alle rotierenden Teile noch besser aufeinander abgestimmt, um so die Leistung zu verbessern. Folgende Veränderungen wurden am Motor vorgenommen: Eine Optimierung der Verdichtung, durch zusätzliche Veränderungen der Zylinderköpfe und Kolben.  Eine Optimierung der Motorschmierung durch den Einsatz eines Ansaugkrümmers mit aufgesetzten Ansaugtrichtern und polierten Kanälen, sowie polierte Einlass- und Auslasskanäle  des Zylinderkopfes, eine optimierte Verbindung zwischen Ansaugkrümmer und Zylinderkopf, eine Realisierung der spezifischen Zündzeiten, der Einsatz eines neuen Luftmengenmessers mit niedrigem Lastverlust, ein neuer Auspuffdämpfer mit niedrigerem Gegendruck, eine optimierte organische Leistung durch die Auswahl von Motorblöcken mit minimalem Abrieb und eine neue Positionierung der VentilfederDer Challenge Stradale verfügt über ein längs eingebautes Sechsganggetriebe mit elektrohydraulischer Betätigung (Version F1).


Die Verbesserung der Präzision wird von einer neuen Kontrollstrategie gewährleistet, welche speziell in diesem Wagen angewandt wird und ein schnelleres Hoch- und Herunterschalten (Schaltzeit 150 Millisekunden) ermöglicht. Die verfügbaren Schalt-Modi für maximale Sportlichkeit, welche diesen Wagen charakterisiert, sind ausschließlich für den manuellen Gangwechsel vorgesehen. Der Fahrer führt die Gangwechsel mit zwei Schaltwippen (Paddels) hinter dem Lenkrad aus - Version F1 - (ein voll automatisiertes Getriebe ist nicht vorgesehen). Für den Rückwärtsgang bedient man sich des auf dem Getriebetunnel  befindlichen Knopfes. Zur Verfügung stehen zwei Konfigurationen (Sport und Race): bei beiden Einstellungen wird ebenfalls die elektronisch geregelte Fahrwerksdämpfung und die elektronische Traktionskontrolle (ASR) angepasst. Die Einstellung „RACE" mit deaktivierter Traktionskontrolle (ASR) ermöglicht auch die Zusatzfunktion „Launch Control", welche aus der Formel 1 stammt und dem Fahrer aus dem Stand eine Beschleunigung mit optimaler Bodenhaftung ermöglicht.


Der Challenge Stradale wurde auf Basis des 360 Modena realisiert und behält praktisch die technische Basis und Struktur bei.Tiefgreifende Veränderungen betrafen die Radaufhängung und die Abstimmung des Wagens.


Die vorderen und hinteren Titanfedern sind steifer als die im 360 Modena (circa +20%), während der hintere Stabilisator einen größeren Durchmesser hat. Diese Veränderungen verbessern die Fahreigenschaften und das Handling erheblich und geben dem Fahrer das Gefühl mit dem Wagen eine Einheit zu bilden. Der Härtegrad der Federung würde verändert und an die Anforderungen für dieses Modell angepasst. Der Schwerpunkt des Wagens wurde um 15 cm abgesenkt.


Das Bremssystem des Challenge Stradale verwendet Bremsscheiben aus Karbon-Keramik (CCM, Carbon Composite Material), die dank der Zusammenarbeit und dem Erfahrungsaustausch von Ferrari und dem Bremsenhersteller Brembo realisiert wurden.  Die Bremsscheiben haben folgende Maße: vorne 380 mm Durchmesser x 34 mm Dicke, Bremssattel mit jeweils sechs Kolben mit unterschiedlichem Durchmesser und hinten 350 mm Durchmesser x 34 mm Dicke, Bremssattel mit jeweils vier Kolben mit unterschiedlichem Durchmesser. Diese Karbon-Keramik Bremsanlage die im Challenge Stradale eingesetzt wird gewährleistet eine ungeahnte Bremsleistung. Die Gewichtsreduzierung durch die Verwendung dieser Bremsscheiben entspricht 16% im Vergleich zu herkömmlichen Scheibenbremsen.


Der Challenge Stradale hat im Vergleich zum 360 Modena eine um 15% höhere Verzögerung.Die Reifen vom Typ Pirelli P Zero Corsa - der neue Pirelli Reifen ist superflach und genau auf den Challenge Stradale abgestimmt - mit den Maßen 225/35 vorne und 285/35 hinten werden auf 19 Zoll Challenge-Felgen mit Titanbolzen aufgezogen. Die Wahl dieser exklusiven Ausrüstung für den Challenge Stradale beweist die gute Zusammenarbeit der beiden Historischen Marken nicht nur beim Ferrari Challenge-Trofeo Pirelli, sondern auch bei der FIA GT Meisterschaft. Eine lange Serie von Tests auf der Suche nach der richtigen  Mischung haben in Zusammenarbeit mit Pirelli stattgefunden und sind in der Tat erfolgreich abgeschlossen worden. Sowohl die verwendete Mischung für die Reifen, als auch das Reifenprofil ermöglichen eine optimale Kraftumsetzung auf die Fahrbahn, den Erhalt höherer Werte bei der seitlichen Beschleunigung (1,3 g) und die Bewahrung des Gleichgewichts zwischen beiden Achsen.

Technische Details

Motor: Heck, längs 90 Grad, V8
Bohrung und Hub: 85x79 mm
Hubraum pro Zylinder: 448,2 ccm
Hubraum ges.: 3.586 ccm
Ventiltrieb: zwei obenliegende Nockenwellen
Ventile: fünf pro Zylinder
Kompressionsverhältnis: 11,2:1
Zündung: Bosch Motronic 7.3 Electrostatic
Kühlung: Wasser
Vorderradaufhängung: Einzelradaufhängung, Doppelquerlenker, Spiralfeder, Anti-Roll Bar,
Gasdämpfer
Hinterradaufhängung: Einzelradaufhängung, Doppelquerlenker, Spiralfeder, Anti-Roll Bar, Gasdämpfer
Bremsen: Scheiben
Lenkung: Zahnstangenlenkung
Tank: 95 Liter
Bereifung vorne: 225/35 ZR 19
Bereifung hinten: 285/35 ZR 19
Schmierung: Trockensumpf
Leistung max.: 419 PS bei 8.500 U/Min.
Spezifische Leistung: 116,8 PS/L
Antrieb: Hinterradantrieb
Kupplung: Einscheibentrockenkupplung
Getriebe: mit Triebwerk vereint, 6-Gang +R, F1
Karosserie: Zweisitzer Coupé
Chassis: Aluminiumrahmen
Radstand: 2600 mm
Spurweite vorne: 1669 mm
Spurweite hinten: 1617 mm
Länge: 4477 mm
Breite: 1922 mm
Höhe: 1199 mm
Leergewicht: 1180 kg
Höchstgeschwindigkeit: über 300 km/h

Interieur

Das Cockpit des Challenge Stradale enthält lediglich die notwendigen Ausstattungsdetails. Alles, was vom Interieur des 360 Modena übernommen wurde, wurde rationalisiert und reinterpretiert, um mit dem Rennsportansatz des Stradale zu harmonieren. Wo es angebracht war, wurden Aluminiumteile mit Kohlefaser ersetzt, um Gewicht einzusparen.


Wie bei den Ferrari Formel 1-Wagen wurde die Lenkradkrone abgeflacht, um den Fahrer eine bessere Sicht zu ermöglichen. Hinter dem Lenkrad befinden sich die F1-Schaltwippen, wobei diejenige zum Hochschalten rechts liegt, um den Schaltvorgang bei Kurvenausfahrten zu erleichtern.


Der Tachometer liegt in der Mitte der aus Kohlefaser gefertigten Anzeigentafel und wurde überarbeitet.


Er ist nun gelb mit roter Beschriftung, um einen möglichst guten Kontrast und Ablesbarkeit zu erreichen.Kohlefaser-Rennsitze mit rutschfestem Bezug sind das Hauptmerkmal der Ausstattung. Teppiche und Gummimatten sind im Challenge Stradale nicht vorgesehen.


Vehicles 1 - 6 von 6

Used FERRARI Challenge Stradale  | Dresden FERRARI Challenge Stradale | Dresden
Rosso Corsa with Alcantara Grigio Scuro 2004/
EUR 119.900
Used FERRARI Challenge Stradale  | Singen / (Hohentwiel) FERRARI Challenge Stradale | Singen / (Hohentwiel)
Rosso Corsa with Nero 2003/
EUR 122.900
Used FERRARI Challenge Stradale  | Kassel FERRARI Challenge Stradale | Kassel
Argento Nurburgring with Alcantara Grigio Scuro 2004/
EUR 124.900
Used FERRARI Challenge Stradale  | Wuerzburg FERRARI Challenge Stradale | Wuerzburg
Giallo Modena with Nero 2003/
EUR 129.000
Used FERRARI Challenge Stradale  | Wuerzburg FERRARI Challenge Stradale | Wuerzburg
Rosso Corsa with Alcantara Grigio Scuro 2004/
EUR 134.900
Used FERRARI Challenge Stradale  | Dresden FERRARI Challenge Stradale | Dresden
Nero with Alcantara Grigio Scuro 2004/
EUR 136.000

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