
Im 360 Modena ging es vornehmlich um den Einsatz von Aluminium in den Bereichen des Chassis, der Karosserie, des Triebwerks, des Getriebes und der Aufhängung. Eine strategische Entscheidung der Ingenieure des Hauses Ferrari, die dadurch motiviert war, dass der Einsatz von Aluminium eine Gewichtsreduzierung von 34 Prozent mit sich bringen würde, wobei zudem Performance und Sicherheit profitieren. Ferraris Erfahrung in der Formel 1 wurde in die Planungen des 360 eingebracht. Drive-by-Wire Drosselklappe, variable Einlasssysteme und ein elektrohydraulisches Getriebe wurden vom F1-Team „geliehen". Im 360 Modena wurde eine 'ground effect' Konfiguration, die direkt aus der Formel 1 stammte, umgesetzt. Der Unterboden war so geformt, um geringen Druck auf den Luftfluss auszuüben und dabei eine Downforce für hervorragende Stabilität zu schaffen, ohne dass aerodynamische Flügel oder Spoiler hätten zum Einsatz kommen müssen.
Die Front des 360 Modena wird durch zwei große Einlässe für die Kühler dominiert. Diese Lösung ist ausschlaggebend für die Aerodynamik. Die Lufteinlässe nahe des Unterbodens hin zu den beiden hinteren Diffusoren sorgt für den Andruck, wobei die Anbringung in diesem Bereich dafür sorgt, dass die Breite und somit die Front geringer ist. Der Luftdruck erhöht den Abtrieb bei steigender Geschwindigkeit, und bei 300 km/h liegt die Downforce bei beeindruckenden 180 kg, die gleichmäßig auf die beiden Achsen verteilt werden. Dies konnte erreicht werden, ohne dass die auf Kosten der Formen des Wagens ging, wobei zudem auch die Sicherheit des Fahrzeugs erhöht werden konnte, da die „natürliche Lenkung" verbessert wurde. Dank 5.400 Stunden im Windkanal konnten hervorragende Cd- und CI-Werte erzielt werden, ohne das Design des Wagens in Mitleidenschaft zu ziehen. Im Heck ist das Triebwerk durch das eigens angebrachte Fenster gut sichtbar montiert.Die Seitenlinie läuft von den Frontflügeln hin zu den Heckleuchten, wobei der Schwung Geschwindigkeit und Kontrolle vermittelt. Die fein abgestimmten Proportionen des Wagens lassen nicht umgehend auf einen Wagen mit Mittelmotor schließen, da der Fahrgastraum und das Triebwerk zwischen den beiden Achsen sitzen.Das Ziel der Ingenieure beim 360 Modena war eine 40 Prozent höhere Steifigkeit seiner Struktur und eine 28prozentige Gewichtsreduzierung im Vergleich zum F355. Dies konnte, trotz eines zehnprozentigen Anstiegs der Maße des Wagens, erreicht werden. Dabei kam fast ausschließlich geschmiedetes Aluminium im Karosserie- und Chassisbereich zum Einsatz, was sich positiv auf das Gewicht des Wagens auswirkte.Die Karosserie und das Chassis bieten hervorragende passive Sicherheit, während außergewöhnliches Handling und ein atemberaubendes Auftreten den Fahrer begeistern. Die Karosserie des 360 Modena macht stets - im Stand oder in Bewegung - den grandiosen Eindruck eines V8-Sportwagens.Das 360 Modena Chassis wurde von Ferrari in Zusammenarbeit mit den Aluminiumspezialisten des US-Unternehmens Alcoa entwickelt. Ziel war es ein Minimum von 4,5 kg pro Fuß Torsionssteifheit und 22,5 Tonnen pro Zoll an Biegungssteifheit zu erzielen. Diese strengen Vorgaben konnten vollständig eingehalten werden. Dazu wurden zwölf der zahlreichen dazu verwendeten Güsse in den unteren Bereich des Chassis eingesetzt, wobei dazu auch die vier Aufhängungsvorrichtungen gehören. All diese Teile wurden Ferraris Gießerei in Maranello in Sandform gegossen. Dabei kamen die gleichen Techniken wie in der Formel 1 zum Einsatz; die Stoßdämpfertürme sind nach dem Einbau CNC-bearbeitet, um sicherzustellen, dass die Befestigungspunkte für die Aufhängungskomponenten absolut präzise gefräst wurden. Die obere Chassisstruktur ist luftleer gegossen, um ihre Dicke zu reduzieren.
Das V8-Triebwerk des 360 mit fünf Ventilen pro Zylinder, einem Hubraum von 3.586 ccm leistet 400PS und ist in der Mitte montiert. Es besitzt Trockensumpfschmierung und die Ölwanne sitzt im F1-Stil zwischen Triebwerk und Getriebe. Der Wagen beschleunigt in 4,5 Sekunden von 0 auf 100 und schafft einen Kilometer aus dem Stand in 22,9 Sekunden. Durch das hervorragende Drehmoment stehen bereits bei 3.000 U/Min. 80 Prozent des gesamten Drehmoments, das bei 4.750 U/Min. genutzt werden kann, zur Verfügung. Das Triebwerk ist extrem flexibel, was den Wagen auch in starkem Verkehr äußerst handlich macht. Der Motor liefert 400PS bei 8.500 U/Min. (112PS/L), die beste Leistung, die je von einem serienproduzierten V8-Saugmotor erzielt werden konnte. Variables Einlasssystem mit Kugel gelagerten Nockenwellen ausbalanciert mit 180° Kurbeln, Titanstangen, fünf Ventilen pro Zylinder (3 Einlass- 2 Auslassventile, letztere mit variabler Ventilzeit für bessere Performance bei hohen Geschwindigkeiten) und einem Bosch ME 7.3 elektronischen Motorenmanagementsystem. Letzteres ermöglicht durch das CAN - Controlled Area Network - dem Einspritzsystem Daten von der Einspritzung, die mit der Drive-by-Wire Elektronik gekoppelt ist, zu übertragen, wobei die Drosselklappe ihrerseits mit der ASR-Traktionskontrolle und, wo vorgesehen, mit dem Managementsystem des elektrohydraulischen Getriebes verbunden ist.
Das Drive-by-Wire System reguliert den Luftzufluss mit einer automatisierten Drosselklappe. Im 360 aktiviert das Gaspedal einen Potentiometer, der mit dem Motorenmanagement verbunden ist. Das CAN-System ermöglicht es den verschiedenen Steuerungseinheiten mit dem ASR-Traktionskontrollsystem und der F1-Getriebekontrolle zu kommunizieren, so dass das Motormanagementsystem den Winkel der Drosselklappe bestimmen kann.
Das Drive-by-Wire System liefert während den Schaltvorgängen einen aktiven Beitrag und stellt sicher, dass diese bei den vom Kontrollsystem vorgegebenen Umdrehungszahlen stattfinden.
Der 360 Modena profitiert von Ferraris Erfahrungen in der Formel 1-Motorentechnik, wobei von hier unter anderem auch die veränderbaren Einlässe abstammen, welche das Drehmoment bei sämtlichen Umdrehungszahlen optimieren.
Das System umfasst zwei Kammern, wobei jede, durch kurze direkte Kanäle, jeweils einer Zylinderreihe, oder durch längere, indirekte Kanäle, die mit der gegenüberliegenden Zylinderreihe verbunden sind, Luft zuführt.
Das 6-Gang-Getriebe des 360 Modena gibt es mit traditionellem Schaltknüppel oder den F1-Schaltwippen. Das manuelle Getriebe bietet eine Synchronisierung mit Dreifachkonus für den ersten und den zweiten Gang und Doppelkonus für alle anderen Gänge. Die EInscheibentrockenkupplung hat einen hydraulischen Koaxialtrieb und ein selbst sperrendes Differential mit 25% in der Beschleunigung und 45% beim Anfahren. Ferrari führte die Schaltwippen in der Formel 1 ein; eine Lösung die wenig später von allen Teams eingesetzt wurde.
Der 360 Modena kann mit dem F1-Getriebe in 150 Millisekunden Gänge wechseln, wobei er über eine vollautomatisierte Einstellung und manuelle Bedienung verfügt. Zudem gibt es eine Einstellung für Schnee und Eis, bei geringer Straßenhaftung.
Manuell werden die Gänge durch Betätigung der Schaltwippen hinter dem Lenkrad gewählt. Die rechte Wippe schaltet nach oben, während die linke herunterschaltet. Die pedallose Kupplung wird durch die elektronische Getriebesteuerung aktiviert und kuppelt erst dann ein, wenn die Umdrehungszahlen stimmen. Im Falle die Sporteinstellung der Aufhängung gewählt wurde passt sich das Getriebe bezüglich den Schaltzeiten an und der 360 Modena ist damit stabil zu handhaben wie ein Sportrennwagen.
Der 360 Modena bietet einzigartiges Fahrverhalten dank seines langen Radstands, seiner großen Spurweite vorne, dem hervorragenden Aufhängungsaufbau und dem elektronischen Kontrollsystem.
Der 360 ist mit justierbarer Aufhängung ausgestattet mit Aluminium-Querlenkern vorne und hinten. Antidive- und Antisquataufbau vorne und hinten stellen sicher, dass der Wagen auch beim Beschleunigen und Abbremsen stets stabil bleibt. Die Aluminiumdämpfer, die in Zusammenarbeit mit Sachs entwickelt wurden, sind mit einer elektronischen Kontrolleinheit ausgestattet. Bewegungen der Karosserie und der Räder werden somit in 0,04 Sekunden verarbeitet, um jegliche unerwünschten Bewegungen des Wagens zu ermeiden.
Als Supersportwagen ist der 360 Modena mit selbst belüfteten und perforierten 13-Zoll Bremsscheiben ausgestattet, die Vierkolbenbremssättel aus Aluminium besitzen und hydraulisch gesteuert werden. Dazu kommen ein Bremskraftverteiler und ein ABS-System, mit dem ein Blockieren der Räder bei der Verzögerung des Wagens unterbunden wird. Dank der großen Scheiben kann auch die Temperatur der Bremsen niedrig gehalten werden, womit die Widerstandsfähigkeit gegen Fading erhöht wird.
Den Ferrari-Ingenieuren ist es gelungen den 360 Modena bei absolut stabilem Fahrzeugkörper in einem Rekordweg zum Stehen zu bringen.
Die Traktionskontrolle des 360 Modena wurde entwickelt, ohne dass dies auf Kosten der sportlichen Eigenschaften des Wagens ging. Das integrierte Bosch ASR/ABS System bietet dem Fahrer die Auswahl zwischen den Einstellungen: ""Normal"", ""Sport"" und ""Off"". Im ""Normal""-Modus bremst das ASR die Antriebsräder und greift auf das Drehmoment zu, um die Stabilität des Wagens auf Geraden und in Kurven zu gewährleisten. Im ""Sport""-Modus kontrolliert das System weiterhin die Bremsen und das Triebwerk in Kurven, jedoch auf Geraden greift es nur noch auf die Bremsen zu. Das Sperrdifferential funktioniert auch im Falle das System deaktiviert ist.
Die Zahnstangenlenkung des 360 Modena nutzt einen linearen Servo und eine Pumpe, mit zwei geschwindigkeitsabhhängigen Niveaus. Der Fahrer kommt in den Genuss einer sehr direkten Lenkung von einem Verhältnis von 2,4 Zoll pro Umdrehung, womit Geschwindigkeit und Präzision verbessert werden. Der Wendekreis liegt bei knapp elf Metern für besseres Manövrieren.Räder und Reifen wurden eigens für den Modena entworfen, um ihn auch auf Aquaplaning sicherer zu machen und den Lenkaufwand zu reduzieren; die Ergebnisse der Computersimulationen führten zum Einsatz von kleineren Vorderreifen (215/45 ZR18) und breiteren Hinterreifen (275/40 ZR18) auf Felgen mit 7,5"" und 10"". Die Entwicklungstests mit Bridgestone, Michelin, Pirelli und Goodyear bestätigten die Entscheidung hinsichtlich der gewünschten Ergebnisse. Die Leichtmetallfelgen wiegen rund zwei Pfund weniger als jene aus Magnesium des F355.
Motor: Heck, längs, 90 Grad V8
Bohrung und Hub: 85x79 mm
Hubraum pro Zylinder: 448,2 ccm
Hubraum ges.: 3.586 ccm
Ventiltrieb: zwei obenliegende Nockenwellen
Ventile: fünf pro Zylinder
Kompressionsverhältnis: 11,1:1
Zündung: Bosch Motronic 7.3 Electrostatic
Kühlung: Wasser
Schmierung: Trockensumpf
Leistung max.: 394 PS bei 8.500 U/Min.
Spezifische Leistung: 109,9 PS/L
Antrieb: Hinterradantrieb
Kupplung: Einzeltrockenkupplung
Getriebe: in Einheit mit Motor, 6-Gang+R, F1 oder manuell
Karosserie: Zweisitzer Coupe
Chassis: Aluminiumrahmen
Vorderradaufhängung: Einzelradaufhängung, Doppelquerlenker, Spiralfeder, Anti-Roll Bar, Gasdämpfer
Hinterradaufhängung: Einzelradaufhängung, Doppelquerlenker, Spiralfeder, Anti-Roll Bar, Gasdämpfer
Bremsen: Scheiben
Lenkung: Zahnstangenlenkung
Tank: 95 Liter
Bereifung vorne: 215/45 ZR 18
Bereifung hinten: 275/40 ZR 18
Radstand: 2600 mm
Spurweite vorne: 1669 mm
Spurweite hinten: 1617 mm
Länge: 4477 mm
Breite: 1922 mm
Höhe: 1235 mm Leergewicht: 1400 kg
Höchstgeschwindigkeit: über 300 km/h
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Layout und Design des Cockpits im 360 Modena sind der perfekte Ausgleich zwischen Sportlichkeit, Ergonomie und Raum. Der Innenraum des Modenas ist erheblich geräumiger als der vorangegangenen zweisitzigen V8-Modelle. Die wichtigsten Instrumente liegen alle direkt im Blickfeld des Fahrers. Modelle, die mit dem F1-Getriebe ausgestattet sind, befindet sich im Tachometer eine Ganganzeige, während die beiden Schaltwippen hinter dem Lenkrad angebracht sind. Das Lenkrad kann in allen Versionen des Wagens vollständig eingestellt werden, obwohl es eine auffällige Form ausweist und einen vollständigen Airbag enthält. Ein Beifahrerairbag gehört zur Serienausstattung. Das Interieur ist mit traditionellem Leder und einigen Details aus Aluminium ausgestattet, wobei dieses Leichtmetall den besonderen Aspekt des 360 Modena unterstreicht. Die großzügigen Maße des 360 Modena ermöglichten es dem Designteam einen 12 Kubikmeter großen Stauraum hinter den Sitzen zu schaffen, der sich ideal für zwei Koffer oder eine Golftasche eignet. Dieser Stauraum ergänzt die 23 Kubikmeter im vorne gelegenen Kofferraum.
Vehicles 1 - 9 von 9
| FERRARI 360 Modena | Starnberg
Rosso Corsa with Nero 2002/ EUR 69.900 |
| FERRARI 360 Modena F1 | Kassel
Argento Nurburgring with Blu Scuro 2001/ EUR 72.500 |
| FERRARI 360 Modena | Kassel
Rosso Corsa with Nero 2003/ EUR 76.900 |
| FERRARI 360 Modena F1 | Singen / (Hohentwiel)
Rosso Corsa with Nero 2000/ EUR 76.900 |
| FERRARI 360 Modena F1 | Dresden
Giallo Modena with Nero 2003/ EUR 79.900 |
| FERRARI 360 Modena F1 | Wuerzburg
Rosso Corsa with Nero 2002/ EUR 79.900 |
| FERRARI 360 Modena | Singen / (Hohentwiel)
Rosso Corsa with Cuoio 2004/ EUR 86.900 |
| FERRARI 360 Modena F1 | Kassel
Giallo Modena with Nero 2002/ EUR 92.500 |
| FERRARI 360 Modena F1 | Meerbusch
Rosso Corsa with Nero 2002/ EUR 99.999 |